Inmitten der tiefen Wälder und Moore blieb die Umgebung des Glatzen lange wüst und öde. Erst in den Jahren 1875 – 1876 ließ Fürst Schönburg-Waldenburg auf der Wiese auf Glatzen ein Jagdschlösschen und ein Sägewerk errichten. Um die Jahrhundertwende des 19. und 20. Jahrhunderts ließ der Hausherr die restlichen fünf Blockhäuser im schweizer-tiroler Stil zubauen. Bereits im Jahre 1896 war der erste Ortsführer erschienen.

Die hiesigen Parkgestaltungen sind im romantischen Geiste entworfen worden, wo Einzelgewächse auf der Hauptwiese ihren typischen Charakter prägen. Ihre Außergewöhnlichkeit besteht sowohl in der hohen Meereshöhe (820 Meter über dem Meeresspiegel) als auch im Einsatz fremdartiger Holzgewächse. Auf Glatzen war zum erstenmal in der grauen Silbertanne eingesetzt worden und wegen ihrer Größe sind die goldenen Fichten einzigartig.

Otto Sigismund war leidenschaftlicher Naturfreund und Wildzüchter. Zu seinen Lebzeiten war Glatzen das zweitgrößte Jagdrevier in Böhmen. Der Fürst Schönburg- Waldenburg wurde in einer Grabstätte am Fuß des Hügels Lysina in der Sichtweite seiner geliebten Ortschaft beigesetzt.